Sasha Cambon

2026-05-11

Sasha Cambon – BMX im Blut.

 

Sasha stammt aus Albi in der Nähe von Toulouse in Südfrankreich und fährt BMX seit – nun ja – eigentlich schon immer. Als Sohn des französischen Profi-BMX-Fahrers Nico Cambon, der Sasha im Alter von drei Jahren zum ersten Mal auf ein Fahrrad setzte, war Nico immer an Sashas Seite. Er hat ihm nicht nur die technischen Skills des Sports beigebracht, sondern vor allem auch die Feinheiten der BMX-Kultur. Spulen wir ins Heute vor: Sasha bewegt sich mühelos zwischen Park, Wettbewerb und Street. An Spots geht er ohne Zögern ran – nur Geschwindigkeit, Leidenschaft und der konstante Drang, immer noch einen draufzusetzen. Sasha ist gerade mal 17 und sorgt jetzt schon europaweit für Aufsehen. Er steht für eine neue Generation, die schnell nachrückt – technisch präzise, aber mit einem mühelosen All-Terrain-Mindset. Jetzt bei Vans am Start, haben wir Sasha angerufen, um über seine Anfänge zu sprechen, über die Bedeutung von Familie – und natürlich über BMX.

 

Für diejenigen von uns, die dich nicht kennen: Kannst du dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Sasha Cambon, ich bin 17 Jahre alt, komme aus Albi in Frankreich und fahre BMX!

 

Erzähle uns etwas über deine Laufbahn in der BMX-Welt.

Ich habe mit BMX angefangen, als ich drei Jahre alt war. Mein Vater war Profi-BMX-Fahrer und fährt auch heute noch – deshalb bin ich super früh eingestiegen. Meine ersten Erinnerungen sind, wie ich mit meinem Vater und ein paar seiner Freunde im lokalen Skatepark gefahren bin. Ab da gab’s eigentlich kein Zurück mehr – mein ganzes Leben dreht sich ums Fahren und Spaß auf dem Bike haben. Ich bin quasi mit BMX aufgewachsen. Für mich ist es einfacher, BMX zu fahren, als zu laufen.

 

Früher bin ich viele Wettbewerbe gefahren, angefangen bei einem Event, das mein Vater in Albi organisiert hat, wo wir leben. Von da ging’s weiter zu mehr Wettbewerben in Frankreich und schließlich auf die europäische Bühne.

 

Mittlerweile liegt mein Fokus mehr auf Street, aber Wettbewerbe machen mir immer noch mega Spaß – ich will beides weiter machen. Mein Traum ist es, bei den X Games, Battle of Hastings und ähnlichen Events zu fahren und gleichzeitig weiter zu filmen. Ich liebe einfach jede Art von BMX.

Erzähl uns ein bisschen von der Dynamik zwischen dir und deinem Vater.

Es ist echt besonders – bei den meisten Sessions bin ich mit meinem Vater unterwegs, und darauf bin ich ziemlich stolz. Er ist meine größte Inspiration. Ich habe mit ihm angefangen zu fahren, und ohne ihn wäre ich heute weder da, wo ich bin, noch der, der ich bin.

 

Er hat mir extrem viel beigebracht – jeden Trick, den ich kann, aber vor allem auch die Einstellung und das, was BMX im Kern ausmacht. Wobei ich sagen muss: Inzwischen kann ich ihm auch das eine oder andere beibringen …

 

Beschreib uns doch mal die Szene vor Ort.

Die Szene bei uns ist richtig gut. Mein Vater gibt BMX-Unterricht, deshalb gibt’s viele Kids, die anfangen zu fahren und die Szene weitertragen. Alle sind miteinander cool, es gibt null schlechte Vibes. Einfach gute Rider, die sich gegenseitig pushen.

 

An den meisten Tagen sind wir zusammen unterwegs. Ich fahre mit meinen Freunden, wir filmen ziemlich viel mit der Crew und versuchen, uns gegenseitig nach vorne zu bringen – jeder auf seine Weise.

 

Wie sieht ein typischer Tag in deiner Heimatstadt aus?

Ich gehe noch zur Schule, das hält mich unter der Woche ziemlich auf Trab. Danach versuche ich meistens noch, ein bisschen Street oder im Park zu fahren. Am Wochenende fahren wir oft raus aus Albi und gehen auf Mission – neue Street-Spots oder neue Skateparks auschecken. Wir sind ziemlich viel in Toulouse oder auch in anderen Städten in Frankreich unterwegs. Und wenn irgendwo in Frankreich Jams sind, fahren wir meistens auch dahin. Außerdem versuchen wir, so oft wie möglich nach Barcelona zu fahren – mindestens drei Mal im Jahr.

 

Wo fährst du sonst noch gerne außerhalb deiner Heimat?

Ehrlich gesagt: überall. Setz mich irgendwo ab und ich versuche einfach, das Beste draus zu machen, zu fahren und Spaß zu haben. München hat mir bei einem Wettbewerb richtig gefallen, genauso wie Tallinn in Estland – das war echt krass. Auch in Frankreich gibt’s super viele gute Städte zum Fahren, vor allem im Süden: Bordeaux, Toulouse, Marseille … Mein absoluter Lieblingsspot ist aber Barcelona – die Straßen dort sind einfach perfekt. Es fühlt sich an, als wäre die ganze Stadt ein einziger Skatepark.

An was arbeitest du zurzeit?

Ich filme gerade für meinen Vans Clip – ein „Welcome to the Team“-Video. Ich arbeite dabei mit Will zusammen, einem amerikanischen Filmer, der in Barcelona lebt. Wir haben in Albi und Toulouse gefilmt, komplett Street. Ich denke, das Ganze wird bald droppen …

 

Gibt es bestimmte Crews, mit denen du fährst?

Ich fahre mit meinen Freunden in Albi, und wenn ich unterwegs bin, finde ich eigentlich immer Leute zum Fahren. Ich feiere es, jedes Mal mit anderen Leuten zu fahren, aber genauso wichtig ist es, zu Hause seine Crew zu haben. Es ist toll, von Leuten zu lernen, die verschiedene Styles fahren und unterschiedliche Lines und Spots erkunden.

 

Wie findest du die BMX-Szene in Frankreich?

Die Szene ist richtig gut. Wir sind alle befreundet, es gibt nur gute Vibes. Klar, es könnten noch mehr Rider sein, aber die Szene ist trotzdem super stark. Es fühlt sich ein bisschen an wie die globale Szene – alle sind miteinander cool. Im BMX gibt’s keinen Hate, nur Liebe.

 

Wie würdest du deinen Riding-Style beschreiben?

Ich würde sagen, ich bin ziemlich vielseitig. Ich liebe es, alles zu fahren – Park, Street, Dirt Jumps, Wettbewerbe – für mich gibt’s da keinen Unterschied. Ich will einfach nur fahren.

Was und wer inspiriert dich beim BMX?

Dennis Enarson, Kevin Peraza und Gareth Reynolds sind die drei, die mich am meisten geprägt haben.
Natürlich inspiriert mich auch mein Vater – und generell alle Crews weltweit, die ihr eigenes Ding durchziehen.

 

Und abseits vom BMX-Fahren? Was inspiriert dich da?

Ganz ehrlich: Mein Leben ist BMX. Ich liebe es einfach zu sehr. Es ist alles für mich. Ich lebe und atme BMX.

 

Was sind deine Interessen neben BMX?

Ich zeichne gerne als kreativen Ausgleich, das finde ich total beruhigend. Im Winter gehe ich außerdem richtig gern snowboarden.

 

Wie würdest du den Vibe im Vans BMX-Team beschreiben?

Mega gut! So viele unterschiedliche Styles – da ist einfach alles dabei. Und wir sind alle miteinander befreundet. Genau so sollte ein Team sein.

 

Was sind deine Ziele im BMX?

Ich will vom BMX leben können, mehr Street-Projekte filmen und es hoffentlich zu den X Games schaffen. Am Ende geht’s mir aber vor allem darum, Spaß auf dem Bike zu haben – und sehen, wohin mich das Ganze führt.

 

Deine Lieblingsschuhe von Vans zum Fahren?

Schwierige Frage – ich würde sagen, der Peraza Pro. Der ist für mich einfach der Beste.

 

Irgendwelche letzten Worte? Eine Botschaft ans Internet? Eine Nachricht an dein jüngeres Ich?

 

Spaß haben. Das ist das Wichtigste. Freunde, Spaß, Familie. Mehr braucht’s nicht.