Geschichte des Vans-Checkerboard-Prints
2019-03-11

Es ist eines der weltweit kultigsten und sofort wiedererkennbaren Muster – aber wie wurde das Vans-Checkerboard zum Markenzeichen für Generationen von Skatern und Streetwear-Fans?
Es war 1944 und Paul Van Doren verließ die Schule nach der achten Klasse. Statt in der Schule verbrachte er seine Tage an der Rennstrecke, was ihm den Spitznamen “Dutch the Clutch” einbrachte – zu Ehren seines frühreifen Könnens Buch zu führen und Geld zu verdienen.
Trotz seines unternehmerischen Scharfsinns dauerte es nicht lange bis Van Dorens Mutter den Ausflügen zur Rennstrecke ein Ende bereitete und ihn anwies, einen Job bei Randy’s anzunehmen, einer Schuhfabrik in seiner Heimatstadt Boston.

20 Jahre später war Van Doren auf der Karriereleiter bereits zum stellvertretenden Vorsitzenden bei Randy’s aufgestiegen. Nach einem Umzug nach Kalifornien, um eine Zweigstelle zu retten, entschied er, dass es an der Zeit war, seinen unternehmerischen Eifer auszutesten und ein eigenes Schuhunternehmen zu gründen.
1966 öffnete Van Doren, zusammen mit seinem Bruder Jim und seinen Freunden Gordy und Serge, die Türen der Van Doren Rubber Company in 704 East Broadway in Anaheim, Kalifornien. Ihr Geschäftsmodell war einzigartig, weil sie Schuhe direkt vor Ort produzierten und an die Öffentlichkeit verkauften – “Canvas-Schuhe für die ganze Familie” war der Slogan auf der Schachtel.
Am ersten Morgen des Betriebes kauften zwölf Kunden Vans-“Deck”-Schuhe, jetzt bekannt als Authentic. In der ersten Woche kam eine Kundin mit dem Wunsch nach Schuhen in anderen Farben, also fragte Van Doren nach einem Stoffmuster – der Startschuss für Vans’ Spezialität der personalisierten Schuhe.

Dann kam das Vans-Checkerboard
Die Geschichte hinter dem Checkerboard fängt zehn Jahre später an, als Vans Style Nr. 48 – jetzt bekannt als der Slip-On – erfunden wurde. Steve Van Doren, Pauls Sohn, bemerkte, dass Skater im Teenager-Alter die Zwischensohle ihrer Schuhe anmalten, sodass ein Schachbrettmuster entstand. Van Doren entschied diese Idee weiter zu verfolgen, indem er das Muster auf die Oberseite der Slip-Ons druckte. Einfach so war das berühmte Checkerboard-Design geboren.
Ungefähr zur selben Zeit, als es entwickelt wurde, kam eine zweite Welle von Ska-Musik - “two-tone” - in Großbritannien auf. Das Ziel der begleitenden Bewegung war es, rassistische Spannungen in einer politisch-willkürlichen Ära zu überwinden. Verfechter waren Bands wie “The Specials”, die ein Checkerboard-Motiv als Symbol der Einheit nutzten. Die Checkerboard-Slip-Ons von Vans wurden schnell ein Liebling unter den Fans der Subkultur.
Auf der anderen Seite des Atlantiks wurden Vans währenddessen schnell allgegenwärtig in der kalifornischen Skater-Szene. Nur ein paar Jahre zuvor wurde die Einführung des Old-Skool-Styles, mit Lederspitze und gepolsterter Rückseite, schnell von Skatern angenommen, die nach besonderem Halt und Schutz von bewegten Brettern suchten. Eine Kollaboration mit dem legendären Skater Stacy Peralta und der Launch des “Off the Wall”-Slogans zementierte Vans als die Marke für Skater und Konsumenten mit einzigartigem Sinn für Style.

Der Film der Vans berühmt machte
Trotz der schnell wachsenden Beliebtheit war der wirkliche Wendepunkt zu Vans universeller Bekanntheit der Moment, als sich ein Vertreter von Universal Pictures nach einigen Schuhoptionen für einen Film erkundigte.
Der Film war der äußerst beliebte “Fast Times at Ridgemont High” – der erste große Teenie-Film der 80er. Man munkelt, dass der Star des Films, Sean Penn, den Checkerboard-Style selbst auswählte. In seiner Stoner-Rolle als Jeff Spicoli trug er ausschließlich seine liebsten schwarz-weißen Sneaker. Am Ende waren die Schuhe so ein signifikanter Teil des Films, dass sie auf dem Cover des Soundtracks zu sehen sind.
Nach “Fast Times” schossen Schuhverkäufe durch die Decke und Vans war quasi über Nacht in aller Munde.
Vom “Canvas-Schuh für die ganze Familie” zur Popkultur-Ikone
Heute ist der Vans-Checkerboard-Print überall zu sehen, von jeder Skate-Rampe bis zum roten Teppich. Neueste Kollaborationen mit führenden Designern und Marken wie Marc Jacobs, Marvel und Disney, sowie neue Varianten des Klassikers, wie dem diesjährigen Blur-Check-Print, festigten den Ruf des Designs noch weiter.
Die Anziehung des Checkerboard-Prints ist so groß, dass er genauso gern von Streetwear-Fans, wie auch von einigen der weltgrößten Berühmtheiten getragen wird.
In 2011, Twilight saga star Kristen Stewart marked her celebrity status on the Hollywood walk of fame in a pair of Vans checkerboard Slip-Ons.
In 2017, songwriter Frank Ocean attended the White House state dinner in a perfectly-tailored blue suit, and – you guessed it – a pair of checkerboard Vans. Asked why he chose Vans for footwear, he said, "You can't think; you just gotta do things.”
It’s perhaps this same ‘dont-think-just-do’ ethos that’s the secret behind Paul Van Doren’s success. An entrepreneurial spirit and go-getting attitude that started on the floor of a shoe factory has led to one of the most iconic prints in the world, and over 50 years of success for the Vans brand.
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